Dalberger Hof in Mainz

Dalberger Hof in Mainz

In den Jahren 1715-1718 wurde in Mainz als Ersatz für den unstandesgemäß gewordenen Älteren Dalberger Hof im Auftrag der Freiherren von Dalberg der Jüngere Dalberger Hof als neues Domizil errichtet. Der Bau des Architekten Johann Kaspar Herwarthel ist nicht nur der größte noch erhaltene Adelshof in Mainz, sondern gilt als beispielhaft für den gesamten rheinisch-fränkischen Barock. Im Stadtbild von Mainz, wo historische Bausubstanz seit dem zweiten Weltkrieg selten geworden ist, nimmt der Dalberger Hof als nicht sakrales Zeugnis des Barock umrahmt von Gründerzeitbauten eine besondere Stellung ein. Er wurde sogar schon als “zweites Schloss von Mainz” bezeichnet (FAZ 12.05.2007).

Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte diente der Dalberger Hof verschiedenen Verwendungszwecken. Ursprünglich wurde er als privates Adelspalais erbaut, doch brannte der Komplex im Jahre 1793 bei der Belagerung von Mainz aus, wodurch die reiche Innenausstattung samt Deckengemälden von Giovanni Francesco Marchini verloren gingen. Danach wechselte der Dalberger Hof in städtischen Besitz und wurde im Jahr 1828 zum Justizpalast umgebaut. Im Jahre 1850 diente er als Schauplatz des Hochverratsprozesses gegen 77 Demokraten, die sich am Pfälzischen Aufstand beteiligt hatten. Und 1887 fand hier der “Mainzer Geheimbundprozess” statt, bei dem acht Sozialdemokraten vor Gericht standen, weil sie gegen Bismarcks Sozialistengesetze verstoßen hatten. Heute ist der Dalberger Hof daher Station auf der “Straße der Demokratie”, auf der man seit 2007 den Spuren der Freiheitsbewegung folgen kann. Später diente der Dalberger Hof dann lange Zeit als Polizeipräsidium. Danach war hier eine Weile das Peter-Cornelius-Musikkonservatorium untergebracht und zuletzt mehrere Ämter der Stadt Mainz. Gegenwärtig wird der denkmalgeschützte Gebäudekomplex für etwa 22 Millionen Euro zu exklusiven Wohnungen umgebaut. Die Baumaßnahmen sollen 2010 zum Abschluss kommen und führen den Dalberger Hof wieder seiner ursprünglichen Bestimmung als luxuriöses Wohndomizil zu.

In enger Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz entsteht im Innenhof wieder eine an barocke Vorbilder angelehnte Gartenanlage. In einer neuen Interpretation traditioneller Barockformen werden immergrüne Beete angelegt und Buchsbaumhecken sowie Bäume gepflanzt. Durchzogen werden die geometrischen Pflanzungen von Natursteinwegen, die mit modernen Leuchtkörpern und im Pflaster eingelassenen Strahlern gesäumt sind. Umrankte Spaliere, Sitzbänke und ein Wasserspiel verfeinern das Ensemble. Um den Garten im Innenhof gruppiert sich die dreigeschossige Anlage des Dalberger Hofes, dessen Hauptfassade von einem großen Mittelrisalit beherrscht wird. Die barocke Fassade mit ihren Säulen, Pilastern und Fresken wird in ihrer Gesamtheit sorgfältig restauriert. Ebenso wie die Ziervasen und Voluten aus Sandstein, wobei fehlende Elemente ersetzt werden.

Auch bei der Innengestaltung soll der vornehme, repräsentative Grundton der Anlage erhalten bleiben und in verschiedenen Variationen dem Anspruch an exzellentes Wohnen gerecht werden. Die Konzeption der Wohnungen im Hauptgebäude steht unter dem Leitgedanken “Kurfürstlicher Stil” und ermöglicht es, auf bis zu 200 m² wie in vergangenen Zeiten zu residieren. In der Remise finden Freunde moderner Wohnformen hingegen großzügige Lofts. Für den Seitenflügel zur Emmeranstraße, der im 19. Jahrhundert erbaut wurde, sind klassische Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen geplant. Insgesamt sollen rund 50 Wohneinheiten in erstklassiger Ausstattung verwirklicht werden. So werden im Barockflügel, der eine Raumhöhe von drei Metern erreicht, historische Details wie hölzerne Fensterrahmen originalgetreu nachgebildet. Für den Bodenbelag werden Fischgrät-Parkettböden aus Eiche und Feinsteinzeugfliesen verlegt. Hinzu gesellen sich zeitgemäße Aspekte wie Video-Gegensprechanlage und engergieeffiziente Haustechnik. Ein Großteil der Wohnungen wird Loggia, Balkon oder Gartenterrasse mit kesseldruckimprägniertem Lärche-Belag erhalten. Zudem steht eine Tiefgarage mit rund 80 Stellplätzen zur Verfügung. Sämtliche Sanierungs- und Bauleistungen erfolgen unter strikter Einhaltung der denkmalschutzrechtlichen und behördlichen Vorgaben. Ebenso finden die Bauordnung sowie die einschlägigen DIN-Vorschriften strenge Beachtung. Alle Arbeiten werden vom TÜV Rheinland abgenommen. Insofern kann es aus denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zu Änderungen an obigen Ausstattungsmerkmalen kommen.

Der Dalberger Hof profitiert von seiner zentralen Lage in der Mainzer Innenstadt ebenso wie Mainz von seiner guten Anbindung an die Rhein-Main-Region. Die Landeshauptstadt Mainz weist ein überdurchschnittlich hohes Bevölkerungswachstum und Arbeitsplatzangebot auf, wodurch der Immobilienmarkt von hoher Nachfrage gekennzeichnet ist. Insofern wird der Dalberger Hof auch als Kapitalanlage für ein gut betuchtes Klientel interessant. Die Wohnungsgrößen reichen von 39 m² bis 200 m² bei Kaufpreisen von 121.695 Euro bis 684.542 Euro und einem Sanierungsanteil von 50 %. Als denkmalgeschützte Immobilie sind hierbei die steuerlichen Vorteile zu bedenken. Anleger können bei Vermietung die begünstigten Sanierungskosten in 12 Jahren zu 100 % abschreiben. Bei Selbstnutzern beläuft sich der Betrag hingegen auf 90 % in 10 Jahren.

Sei es nun als Kapitalanlage oder für den eigenen Wohnbedarf, der Dalberger Hof ist für Liebhaber denkmalgeschützter Immobilien einen Blick wert!

Weitere Informationen und Unterlagen erhalten Sie hier auf Anfrage (Link).

  • Google Bookmarks
  • del.icio.us
  • Facebook
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Live
  • StumbleUpon
  • Twitter
  • Yahoo! Bookmarks
  • Digg
  • Add to favorites
  • BlinkList
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • Netvibes
  • RSS
  • Webnews.de
  • Yigg

Hinterlasse einen Kommentar

Werbung